
Weihnachtszeit bis 02. Februar
Familie Strick (Heimatmuseum)
Nr. 67
Tel.: +43/(0)3623/2217
Standort: Das Museum befindet sich im Ortszentrum hinter dem Gemeindeamt.
Familie Neuper - Stoffbauer
Krungl 25
Tel.: +43/(0)3623/3091
Telefonische Voranmeldung erbeten!
Standort: nach dem Landhotel Kanzler das nächste Haus auf der rechten Seite
Das Wort Rauhnacht leitet sich vom Ausräuchern von Haus, Stall und Vieh ab. In der Weihnachtszeit gibt es vier Rauhnächte
Früher wurde den Rauhnächten eine geheimnisvolle Bedeutung für die Zukunft beigemessen.
Tiere sprechen angeblich in diesen Nächten, es gibt ein Unglück, wenn die Wäsche in diesen Nächten hängen bleibt usw.
Allgemein verbreitet ist das "Frisch und g´sund" - Schlagen am Tag der Unschuldigen Kinder (28. Dezember). Dabei gehen die Kinder von Haus zu Haus und sagen besondere Sprüche auf.

Dieser alte Heischebrauch, der die bösen Winterdämonen verkörpert, ist Jahrhunderte zurückzuverfolgen.
Am 5. Jänner ziehen schon in den frühen Morgenstunden Kinder mit weißen Leinensäcken von Haus zu Haus. Sie rufen „ bitt gar schön um an Glöcklkrapfn“ (Krapf´n = süßes Hefegebäck). Nachdem Ihnen die Hausfrau Krapfen oder Süßigkeiten geschenkt hat, wünschen sie ein gutes Neues Jahr und ziehen weiter.
In den Abendstunden ziehen die hässlich vermummten, stummen Gestalten der Perchteln – durch den Ort. Sie kontrollieren das Haus auf Sauberkeit und werden mit einer Jause und Schnaps und Perchtlsuppe verpflegt.

Am 6. Jänner ziehen die heiligen drei Könige um und tragen uraltes religiöses Liedgut vor und bitten um Spenden für einen wohltätigen Zweck.
Das Sternsingen ist ein heute in der katholischen Kirche weitverbreiteter Brauch. Die Sternsinger ziehen von Haus zu Haus bitten um eine Gabe und segnen das Haus indem sie die Jahreszahl und die Initialen C + M + B an die Haustür schreiben.
Dieser Brauch wurde im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich vermerkt.
Der Faschingsbrief geht auf das mittelalterliche Rügegericht zurück, welchem dem Gesinde an einem einzigen Tag im Jahr gestattete, Kritik an ihrem Herrn zu üben.
Verschiedene „Maschkera - Gruppen“ ziehen durch den Ort und durch die Wirtshäuser. Organisierte Faschingsumzüge sind nicht unbedingt ein Muss. Was sich in diesen Tagen abspielt ist sehr oft das Werk plötzlicher Einfälle, bei denen die Kunst der Improvisation und der launigen Ideen oft die originellsten Blüten treibt.
Am Faschingsdienstag findet am Vormittag der traditionelle Faschingsumzug der Schulklassen und des Kindergartens statt. Eine Freude für alle Kinder: die Nussenstreuer von Bad Mitterndorf. Aus ihren großen Säcken, gefüllt mit Walnüssen und Süßigkeiten beschenken sie die Kinder mit lautem Rufen: Nuß, Nuß, Nuß ...

Der “Palmbusch`n” wird einige Tage vor dem Palmsonntag von den Männern aus Bad Mitterndorf gebunden.
Am Palmsonntag wird dieser Palmbusch`n in der Kirche geweiht und soll die Häuser vor Unwettern schützen.
Am Karsamstag werden abends, nach der Messe, die Osterfeuer entzündet.
Zu den Osterbräuchen die weiter verbreitet sind, gehört das Verschenken roter Eier. Das Ei galt als Symbol des Lebens. Allerlei Spiele sind im Brauch, Oatutschn, Oascheibn über zwei Besenstiele usw.