Schon in Urzeiten pilgerten Menschen zu diesem frei in der Landschaft stehenden Hügel. Auch nach Christianisierung kamen Pilgerscharen hierher. Wer sich dem katholischen Glauben verpflichtet fühlt, mag sich an die Kreuzwegstationen halten. Sonstig spirituell Interessierte können sich auch eigene Wege zum Kumitz - der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet schlicht "Hügel" - finden.
Hinter dem Kampl liegt die Teltschenalm. von Bad Mitterndorf aus ist sie in einem bequemen Fußmarsch Richtung Kampl erreichbar. Auf der Alm befindet sich ein Marterl, das an jeder Stelle errichtet wurde, an der im 19. Jahrhundert Maria einem Hirten erschien. Aus dem Almbereich sind noch zwei weitere Marienerscheinungen überliefert.
Die Pfarrkirche von Bad Mitterndorf ist der heiligen Margarethe geweiht. Sie steht vermutlich auf einem vorchristlichen Kultplatz und ist eine der ältesten christlichen Kultstätten der Region.
Der Ort hat einen slawischen Namen -"krongl" bedeutet "rund". Im 13. Jahrhundert heißt er Chrungil, ebenso wie der Grundlsee, der ursprünglich möglicherweise besitzrechtlich zu Krungl gehörte. Die Ortschaft ist auf einem Gräberfeld errichtet, das zunächst den Slawen zugeordnet wurde, aber auch schon bajuwarisch sein könnte.
Es kann einem Häuslbauer hier schon mal passieren, dass er beim Kelleraushub auf Knochenreste stößt. Die Gräber stammen aus der Zeit zwischen 600 und 900 nach Christus.
Damals begann die Christianisierung der Region und so finden sich hier Heiden und Christen nebeneinander bestattet. Der Sage nach soll der Schmied von Krungl dereinst das Totenheer der Wilden Jagd beschlagen haben.